Unsere Geschichte

 

1982: Alberta und Franz schließen den Bund der Ehe und ziehen ins südsteirische Grubtal, in der Gemeinde Gamlitz, in ihr neues Zuhause. Im mehr als 100 Jahre alte Bauernhaus lässt es sich gut von der fruchtbringenden Zukunft träumen. Eingebettet ist ihr Haus in einen 7 ha großen landwirtschaftlichen Betrieb inklusive Feld- und Forstwirtschaft, Wiesen und sogar einem kleinen Fischteich. Gemeinsam bauen sie in den nächsten Jahren mit viel Fleiß und Schweiß und ungezählten Arbeitsstunden einen florierenden Apfelhof auf. Die Arbeit verlangt ihnen viel ab. Ihre Mühen lohnen sich aber.

Die Zeiten ändern sich, der Preis für den Apfel fällt. Alte Sorten müssen gegen neue ausgetauscht werden. Das gibt der Markt vor. Die Landwirtschaft wird immer mehr zu einer Art 8-h-„Hobby“, denn ihre Existenz sichern zusätzliche Jobs. Sie strebten nie an, ihren zwei Töchtern, Isabella und Natalie (dem NA in MANA), den Betrieb zu übergeben. Zu unsicher scheint ihnen der Apfelmarkt, zu ungerecht das Preis-, Leistungsverhältnis.

 

2013: Markus (dem MA in MANA) und Natalie sind wieder einmal auf Reisen. Entgehen den kalten Wintermonaten und entfliehen in wärmere Gefilde, tauchen ein in andere Kulturen, Welten. In entspannter Atmosphäre fühlen sich auch gute Ideen wohl. Die Idee eines eigenen Apfelweins wird geboren. Ein Getränk aus den Äpfeln von Alberta und Franz. Ein Getränk, das einen fairen Apfelpreis sichert, indem es neue Verwertungskanäle bedient. Alternative Wege sind gefordert, um einen Weiterbestand regionaler Produkte zu sichern.

 

2014: Rund 1.500 kg Äpfel der Sorte Idared vom Obsthof Resch, die eigentlich für das Supermarktregal bestimmt waren, werden direkt am Hof von Alberta und Franz gepresst. Über sanfte Wiesen, zwischen Reihen von Weinreben hindurch, bewegt sich der mit dem Apfelsaft beladene Traktor in Richtung der nur 5 Minuten entfernten Produktionsstätte von MANA. Am Weingut Muster.gamlitz. ist MANA in besten Händen. Der junge – und immer für Neues offene – Winzer Reinhard kümmert sich darum, dass der Apfelwein soviel Zeit zum Reifen bekommt, wie er eben braucht. Geschmack zählt keine Stunden.

 

2015: Unzählige Verkostungen später. Mit vielen Gläsern, Freunden und Familie. Ein leichtes Perlen auf der Zunge, ein Massieren des Gaumens und der langanhaltende Nachklang der Sorte Idared in der Kehle begeistern. Die Spannung steigt. MANA ist geschmacklich reif, in 0,33 l Flaschen gefüllt zu werden. Fehlen nur mehr die CO2-neutral produzierte Kohlensäure und die Etiketten.

28. Mai 2015: MANA ist fertig abgefüllt. In Kartons abgepackt wartet es darauf für Erfrischung zu sorgen. Im ersten Jahr starten wir mit MANA Idared – einem Apfelwein aus der 100% der Sorte Idared.

12. Mai 2015: MANA-Erstpräsentation im Rahmen des WEIZCAMP
Am WEIZCAMPs, initiiert von wir.gestalten.es, trafen sich rund 50 Personen aus dem Bereich der Kreativ- und der Landwirtschaft, um über eine gemeinsame Zukunft zu sprechen. Wie können – vor allem – kleinstrukturierte Unternehmen wirtschaftlich überleben, ohne ihre Werte zu verkaufen, ihre Qualitätsansprüche hoch zu halten und ein größeres Publikum erreichen. Alle Anwesenden erkannten, dass die Zeit reif ist für eine engere Zusammenarbeit zwischen Kreativ- und Landwirtschaft. Um gemeinsam die Wertschätzung für hochwertige Produkte oder Dienstleistungen – mit einem Fokus auf Regionalität – zu steigern. Ehrliche Selbstvermarktung zu betreiben.

Sommer 2015: Wir waren mit MANA viel unterwegs, haben für Erfrischung bei Magazin-Präsentationen, Sommerfesten, StartupSpritzer und WKO-Veranstaltungen wie dem Exchange Netzwerktreffen der creativ wirtschaft austria als Best-Practice-Crowdfunding-Beispiel und beim Grazer Streetfoodmarkt gesorgt (siehe BLOG). Sind in den ersten Grazer Lokalen untergekommen (siehe MANA vor Ort). Und haben vielen Menschen von der  „Philosophie vom schönen Makel“ zum Kosten gegeben. Und weil der (Wissens-)Durst so groß war, neigte sich unser MANA Jahrgang 2014 mit Ende des Sommers selbst dem Ende zu.

Total euphorisiert vom positiven Feedback entschlossen wir uns: Der nächste Jahrgang braucht mehr Flaschen. Wir stellten uns zwischen 40.000 und 80.000 Flaschen vor. Doch eine derart hohe Produktion kostet und ein Kredit kam für uns nicht in Frage. Gut, dass es auch alternative Finanzierungsformen gibt. Crowdfunding sei Dank!

 

Der Apfel und auch das notwendige „Kleingeld“ für die große Produktion des 2. Jahrgangs MANA kommt ins Rollen…

Am 29. Juli 2015, um 09:00 schloßen wir unsere MANA-Crowdfunding-Aktion auf wemakeit.at erfolgreich ab. Unser Zielsumme von 8.000 EUR – um die Finanzierung für den 2.Jahrgang 2015 sicherzustellen – übertrafen wir sogar. Dank 122 Menschen aus dem In- und Ausland, die an unsere „Philosophie vom schönen Makel“ glauben, hatten wir ein Startkapital von 9.129 EUR.

September/Oktober 2015: Die Ernte für den Jahrgang 2015 ist im vollen Gange. Aber nicht lange, denn dank vieler freiwilliger Helfer von Bohemian Soul  hatten wir die Äpfel schnell mal in der Tasche. Oder sagen wir in vielen, denn insgesamt haben wir an die 15.000 kg Äpfel der Sorten Idared & Gala geerntet und gepresst.

Dezember 2015: Unter der Fürsorge unseres Winzers des Vertrauens, Reinhard, ist MANA-Jahrgang 2015 herangereift. Der Apfelwein wird leicht mit Kohlensäure versetzt und mit unserem neuen Partner, Georg – vom namhaften Weingut Regele in Berghausen – abgefüllt.

Erster Einsatz des 2. MANA-Jahrgangs: Am 19. Dezember 2015 waren zu Gast bei der Soundyard Feier in der Papierfabrik Kunstfreiraum mit einem echt feinen musikalischen Line-up. Jung, spritzig, Musik für unsere Ohren von A Frame of a Life, Saint Chameleon, Assaia und und und.

 

Das Ziel, das wir nie aus den Augen verlieren wollen bei all der Arbeit und dem Spaß: Mit Hilfe der um MANA herum entstehenden Plattform soll es traditionellen Kleinbauern möglich gemacht werden, für ihre Äpfel einen fairen Preis zu erzielen. Gemeinsam retten wir den Apfel – auch in Flaschenform! Darauf stoßen wir mit MANA an.

 

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